Klaus Karlbauer – Multimedia Composer

Soundtrack für „Alterslos – More than a century“ von Klaus Karlbauer

3. November 2009 · 1 Kommentar

„Der Mensch kann wohl tun was er will, aber er kann nicht wollen was er will “ (Arthur Schopenhauer)

Anlässlich meines 100. Blog-Eintrages möchte ich mir und allen Musikfreunden ein ganz besonderes Geschenk machen, dafür habe ich gerade den Soundtrack zur Performance „Alterslos“ (2005) hochgeladen:

Zentrum dieser Komposition ist ein Interview mit dem 104 jährigen Wilhelm Jaklitsch, geboren im Jahre 01 des vergangenen Jahrhunderts. Ausschnitte aus diesem Gespräch sind verwoben in ein Geflecht aus Klängen, die ebenfalls das gesamte 20. JH überspannen. Eine weitere musikalische Ebene sind kurze Stücke, die wiederum auf diesem Material beruhen, Variationen und Remixes.
Klingt kompliziert ist aber ganz einfach anzuhören. Also, nur zu…

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Soundtrack für Allerheiligen und -seelen von Klaus Karlbauer

1. November 2009 · 9 Kommentare

Titelmusik der Performance „Sehnsucht Ahoi!“ – Auch ein Jahr nach der Premiere immer noch herzzerreißend schön und zum Anlass passend.

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„To ignore or to be ignored, that is the question“

30. Oktober 2009 · Kommentar schreiben

Das ist die Facebook-Version von Hamlet’s existenziellem Stossseufzer
„To be or not to be…“

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Du musst dein Leben ändern – Plan B bitte melden

28. Oktober 2009 · 1 Kommentar

„Du musst dein Leben ändern“ (Rilke/ Sloterdijk), „Yes I can“ (Obama) oder „Täglich grüßt das Murmeltier“ (Bill Murray) und was sonst noch an Bildern auftaucht, wenn nichts mehr so ist wie es einmal war, alles so ist wie es noch niemals war oder endlich klar wird, dass eh schon immer alles nicht immer gleich war.
„Und dennoch sollte man sich Sisyphos als glücklichen Menschen vorstellen“ (Albert Camus)!? Ja, er rollt zwar täglich denselben Stein denselben Berg hoch, aber zumindest dessen kann er sich sicher sein. Du bist flexibel, Du erfindest Dich brav brav täglich neu, Du bist auch für das Pröll’sche Transferkonto (aber nur, wenn es einen Überziehungsrahmen gibt, sonst kann weniger als Nichts nicht abgebildet werden). Du bist kreativ, kommunikativ, sozial, schlechthin ideal.
Was jedoch, wenn sich nach zig Selbst-Versuchen, -Analysen, -Reflexionen, -Befragungen herausstellt, dass Du bist was Du bist und dass kein Plan B existiert? Wenn sich herausstellt, dass trotz täglicher Selbst-Neu-Erschaffungs- (Erschöpfungs) -Fantasie und -Praxis immer wieder dasselbe entsteht, manchmal leicht variiert, manchmal kostümiert, rhetorisch raffiniert, paraphrasiert, rasiert… Aber um nichts kompatibler mit den Umständen als zuvor!?
Wenn sich herausstellt, dass weniger Deine Bereitschaft als vielmehr Deine Fähigkeit zur Veränderung begrenzt ist? Und das letztlich alle Veränderung auf einer Wechselwirkung zwischen Dir selbst und den Umständen basiert und diese Umstände sich hartnäckig weigern, sich mit Dir oder zumindest sich Dir zuliebe zu verändern? Dann bleibt Dir nur mehr, frei nach Sartre, zu sagen:
„Die Hölle, das sind die Umstände!“

Denkwürdiges Dokument eines Selbstversuches: Projekt Neustart

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Aus unserem Archiv – Vol. 1. „Roman Polanski und der letzte Tanz des Vampirs“

27. Oktober 2009 · Kommentar schreiben

Aus gegebenem Anlass sei hier das Video zur Produktion „Last Vampire Show“ von The Karlbauers aus dem Archiv gekramt, die im Jahre 1998, etwa zeitgleich mit der Wiener Inszenierung von Polanski’s „Tanz der Vampire“ – Musical herauskam und im Wiener Jugendstiltheater gespielt wurde:

Im Zentrum dieser multimedialen Opern-Dekonstruktion stand der Vampir in seiner gängigen Form des (meist männlichen) Künstler- und Genie-Typs, der sich vornehmlich von jungfräulichem Blut ernährt. Die Musik stammt von Heinrich Marschner, Bernhard Loibner und Klaus Karlbauer. Gewidmet ist dieser Film Carl Theodor Dreyer.

Last Vampire Show – Homepage

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Du soll dir (k)ein Bild machen?!

21. Oktober 2009 · Kommentar schreiben

Göttliches Gebot, Frage oder Aufforderung?

Unser aller Handeln wird von Bildern bestimmt, die unhinterfragt ihre schädliche Wirkung entfalten? Von welchen Bilder werden wir getrieben im Umgang mit der „Ausländerproblematik“? Welche Vorbilder, Vorurteile und Klischees determinieren uns bewusst und unbewusst? Dies herauszuarbeiten ist Thema eines geplanten Projektes. Ganz sicher jedoch basiert unser Umgang auf Desinteresse und Bequemlichkeit, genährt von Populismen jeglicher Couleur.

Wir sollen nicht nur, wir müssen neue Bilder erschaffen, die auf realen Erfahrungen und Begegnungen beruhen, auf Neugier, Interesse, Bereitschaft zum konstruktiven Dialog. Bilder, deren Ziel es nicht ist, weitere Zerstörungen anzurichten.
Ziel ist es auch nicht, die überkommene Ikonografie durch eine neue ebenso rigide zu ersetzen, sondern zumindest ins Zeitalter des bewegten Bildes einzutreten und sich weniger um hübsche Bilderrahmen als um die Aktualisierung deren Contents zu kümmern.

Hier 2 Filme, die erhellende Einblicke geben in die, den meisten mangels persönlicher Erfahrung, unzugänglichen Lebenswelten von Asylanten und Menschen mit dem vielbeschworenen „Migrationshintergrund“ (das klingt so als ob man das Wort nur mit Fingerspitzen anfassen wollte und das auch nur, wenn’s unbedingt sein musst!):

Gurbet, Little Alien

Zahlen und Fakten auf Florian Klenks Blog:

Wie kriminell sind Ausländer?

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Interkultureller Dialog

14. Oktober 2009 · Kommentar schreiben

albaner_park

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„Ausländerproblematik“ ist nur ein Wort

12. Oktober 2009 · 1 Kommentar

Zwei österreichische Filme sind derzeit im Kino zu sehen, die die sogenannte „Ausländerproblematik“ behandeln: „Little Alien“ von Nina Kusturica und „Gurbet“ (In der Fremde) von Kenan Kilic.

Bei allem, was diese beiden Filme unterscheidet, ist ihnen doch etwas gemeinsam, sie bieten einen erhellenden Einblick in eine Welt, die den meisten von uns verschlossen bleibt.

Einige subjektive Anmerkungen:

… erneut die Erkenntnis, dass man nichts von seinen NachbarInnen weiß, obwohl man Tür an Tür mit ihnen wohnt (wie wir z.B. hier in Ottrakring). Erschreckend, dass das (Nicht- bzw. Halb-) Wissen auch in aufgeklärt-liberalen Kreisen von Vorurteilen und Klischees genährt wird.  Wir reden hier nicht, wie üblich, von den sogenannten „bildungsfernen Schichten“.

Das Wort „Ausländerproblematik“ besteht nicht aus Fleisch und Blut, Tränen und Zorn, sondern aus Buchstaben, und wird deshalb so gerne bei jeder sich bietenden Gelegenheit verwendet.

Die Menschen, die hier einfühlsam gezeigt werden, wurden als Arbeitskräfte verwendet oder benützt (Gurbet) bzw. werden als Spielball politischer Interessen hin und her geschoben, misshandelt, missachtet, ignoriert (Little Alien).

Gurbet hat in mir eine Hochachtung für jene Menschen erzeugt, die in großer Verantwortung für die eigene Familie eine hartes Leben gelebt haben und sich dennoch Weitblick, Humor und Sensibilität bewahrt haben, ohne jemals in Selbstmitleid bzw. Missgunst oder Hass auf andere zu verfallen. Und es hat sich mir ein Ausblick auf einen Islam geöffnet, der weit toleranter ist als manch seiner Mitbewerber.

Little Alien zeigt wie in Europa mit Kindern umgegangen wird, solange es nicht die eigenen sind. Erwachsene Männer und Frauen, selbst Mütter und Väter, im Vollbesitz ihrer geistigen Kapazitäten (sollte man annehmen!?) lassen unbegleitete minderjährige Flüchtlinge jahrelang in Ungewissheit über ihre Zukunft. Dieselben (Un-) Verantwortlichen schieben Kinder ab, beispielsweise nach Griechenland, wo sie ein trostloses Dasein auf der Straße erwartet, unterbrochen nur von unmotivierten Misshandlungen einer sadistischen Exekutive. Little Alien zeigt auch, dass manchen dieser Kinder und Jugendlichen ihre Hoffnung und ihren Mut bewahren trotz aller Widerstände. Viele zerbrechen daran.

Jeder weiss das – Niemand tut etwas dagegen. Warum auch? „Ausländerproblematik“ ist nur ein Wort! Die Banalität des Bösen? Sind die „Aliens“ auch schuld an der Weltwirtschaftskrise? Wäre mit der Abschiebung aller Menschen mit sogenanntem“ Migrations-Hintergrund“ irgend etwas bewirkt?

Griechenland ist nicht aus der Welt, im Gegenteil, es ist ist wie Österreich ein EU-Staat, Teil eines gemeinsamen Wirtschaftsraumes. Welches wirtschaftliche Problem soll denn durch diese Binnen-Verschiebung  gelöst werden? Das sind doch alles faule Ausreden. Aus dem Auge aus dem Sinn, so lautet die Devise. Dann wird alles wieder gut, und wenn sie nicht gestorben sind… Ja was? Kommen sie dann wieder? Als Zombies in einer langen Nacht der lebenden Toten? „Seid auf der Hut, Xenophobe aller Couleur, Griechenland ist nicht so weit entfernt und wer nichts mehr zu verlieren hat… Alles kommt zweimal, einmal in seiner harmloseren Variante, einmal in der anderen Version“.

Ich hoffe, dass beide Filme nicht nur ein Publikum erreichen werden, das diesbezüglich „eh schon alles weiß“. Aber auch für mich als „diesbezüglich eh schon manches Wissender“ boten beide Filme eine Menge an Neuem und Überraschendem. Und vor allem, ohne die übliche Betroffenheits-Keule.            Man bekommt einerseits eine Wut im Bauch und anderseits Lust, was zu tun.

Hier zwei Adressen:

Connecting People – Patenschaften für unbegleitete minderjährige und junge erwachsene Flüchtlinge
lobby.16 – Unterstützung für unbegleitete junge Flüchtlinge – Bildung Arbeit Alltag

Nina Kusturica wird ihren Film in Rahmen von „Schul on Tour“ auch an Schulen zeigen und mit den SchülerInnen in einen Dialog treten.

Abschließend ein Zitat aus dem Leserforum einer österreichischen Qualitäts-Tageszeitung anlässlich der Besprechung von „Little Alien“, wo sogar das Bleiberecht der Filmemacherin in Frage gestellt wird:

Kommentare:
was macht die noch hier

es hat doch geheissen die werden nur bis Kriegsende aufgenommen

Re: was macht die noch hier

Es ist relativ offensichtlich was „die“, nennen wir sie mal beim Namen, Nina Kusturica hier macht: Aufbauarbeit!

Little Alien – Ein Film von Nina Kusturica
Gurbet (In der Fremde) – Ein Film von Kenan Kilic

→ 1 KommentarKategorien: Notes · Widerstand - Call for resistance
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„Da summa is umma…“ Ein Mythos revisited

10. Oktober 2009 · 2 Kommentare

„…muass wieder ins Tal“

„Auch 1 Jahr nach seiner Veröffentlichung ist der Siegeszug dieser grenzgenialen Cover-Coverversion in Gedenken an den singenden Landesvater nicht zu bremsen“ (Echo der Heimat).

Im übrigen bin ich der Meinung, die 2-sprachigen Ortstafeln sollten auf kärntnerisch und nordkoreanisch verfasst werden.
(Mehr dazu unter „Lei Lei Brüno“)

→ 2 KommentareKategorien: Notes · Widerstand - Call for resistance
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„Sola dosis facit venenum“ (Paracelsus)

8. Oktober 2009 · Kommentar schreiben

Natürlich verteidigen die Verteidiger der „Scharfschützen von Krems“ ihre Mandanten, das ist ja ihr Job. Und natürlich verteidigen die Vertreter der Scharfschützen-Gewerkschaft, und natürlich verteidigt unsere scharfe Innenministerin… Alles war rechtens! Eh klar!
Niemand fragt jedoch, warum wie im „Wilden Westen“ derartig massiv gegen vergleichsweise Bagatell – Delikte vorgegangen wird, warum die Exekutive mit einer derartigen Wucht auf Ladendiebstähle reagiert. Warum meinen PolizistInnen, gerade in solchen Situationen „ihren Mann“ und mittlerweile auch „ihre Frau“ stellen zu müssen? Da werden Oberschenkel durchschossen (was lt. Expertenmeinung „rechtens“ ist), da werden Minderjährige getötet (was lt. Expertenmeinung „nicht ganz optimal“ ist, die „Optik“, es ist wie immer die „Optik“) da werden um ihr Leben schreiende „Schüblinge“ heldenhaft verklebt, da stellen sich 8 erwachsene Personen (= ca. 1/2 Tonne) auf einen am Boden liegenden Afrikaner, um ihn zu fixieren… alles ist aller-höchstens „nicht ganz optimal“, und dann auch nur wegen der „Optik“, niemals wegen der „Moral“.
Niemals wird die Frage der Angemessenheit von Reaktionen diskutiert. Ein einfaches Beispiel: Was wäre der größte anzunehmende Schaden im Falle des Einbruchs in den Kremser Supermarkt gewesen – um wieviel Geld oder welchen Sachwert geht es dabei? Lohnt es sich, dafür zu töten? Werden nicht täglich weit größere Verbrechen gegen unser aller Hab und Gut verübt, meist von angesehenen Mitbürgern unser Gesellschaft , deren angemessene Bestrafung trotz „schiefer Optik“ (© Ex-FM KHG) auf sich warten lässt?!

„Alle Ding’ sind Gift und nichts ohn’ Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.“ (Paracelsus)

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