Ein enges Platzerl und (k)ein Platzerl vor meiner Tür

enges platzerlschläfer vor der tür

Heute, zu gegebenem Anlass und zum Abschluss der Platzerl-Serie, gibt es eine Doppelnummer:
Nachdem das Platzerl im Eck (linkes Bild) in den letzten Tagen immer mehr Menschen beherbergte und somit immer enger wurde, fand ich es gestern frühmorgens plötzlich leer vor – keine Spur mehr von den Schläfern.
Welch Überraschung dann, als ich danach vor meiner Studiotür mitten in der Josefstadt einen Schläfer vorfand, der sich meinen Fußabstreifer als Matratze auserwählt hatte (rechtes Bild). Ich weckte den Armen sanft und riet ihm, das Haus zu verlassen bevor ein weniger „friendly guy als ich“ vorbeikommt. Er nickte beflissen und schlief weiter – eine Stunde später dasselbe Ritual – irgenwann war er verschwunden.
Ich sprach danach mit einem befreundeten Anwalt darüber, ob er in seinem Metier soziale Veränderungen wahrnehme. Sein Befund ist, dass die Anzahl der Leute, die „aus der Gesellschaft rausfallen“, drastisch zunimmt.
Die durchschnittliche Dauer eines Abstiegs aus einer „mittleren gesellschaftlichen und beruflichen Position“ bis über den unteren Rand der Gesellschaft hinaus beträgt übrigens 2 Jahre.

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Über Klaus Karlbauer

Composer, film and performance artist
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