„The Devil in Me“ oder „Let’s Get Lost“

Die Fortsetzung zur Hexenjagd:

Und findet der Österreicher niemanden mehr, den er vernichten kann, ist das gesamte Ausländerpack nach Hause geschoben, dann vernichtet er sich selbst. Aber er vernichtet sich nicht etwa rasch und effizient, nein, er zieht das ganze in die Länge wie einen Strudelteig und jeiert und jammert dazu und findet es auch noch irgendwie cool, sich so quasi in Slow-Motion zu selbst-verdünnisieren. Letztendlich genauso wie er abschiebt, in Slow-Motion aber nichtsdestotrotz unerbittlich.
Langer Einleitung kurzer Sinn, es gibt den passenden Soundtrack dazu, die Töne dazu stammen aus meinem Kuli, die Lyrics aus Rosivita’s Feder, die das Liederl auch zum Besten gibt, und heißen tut’s „The Devil & Me“ (Ich sollte es auf „The Devil in Me“ umtaufen) und stammt vom Album „Rosivita – Nachtblau“.
Ein musikalischer innerer Monolog, wie er in etwa vor dem geistigen Ohr unserer Innenministerin (Dieses Amt hat sie explizit nicht wegen ihrer inneren Monologe!) ertönen mag, wenn sich des nächstens vor lauter einschlafenwollen und nichteinschlafenkönnen im Bette wälzt:

Thomas Miesgang schrieb dereinst:

„In diesem Sinne markiert „Nachtblau“ das Territorium eines imaginären Mikrokosmos. Die zwölf Lieder sind Traumpfade durch eine Welt halbvergessener Exzesse und nie gehaltener Versprechen. Sie erzählen ein Märchen in Bruchstücken, das nicht auf ein Happy End
zusteuert, sondern auf einen Pistolenschuß. Und trotzdem gibt es irgendwo noch die Vorstellung vom Paradies: „I saw it, I felt it, I lived it“
Let`s get lost“!

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Über Klaus Karlbauer

Composer, film and performance artist
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4 Antworten zu „The Devil in Me“ oder „Let’s Get Lost“

  1. Pingback: Inquisition und / oder moderne Hexenjagd? « Klaus Karlbauer – Multimedia Composer

  2. Gutmensch schreibt:

    BITTE sehen Sie sich aber die neue „Heimseite“ der rechtsextremen Burschenschaft Olympia an, man glaubt kaum was man hier zu lesen bekommt!

    http://olympia2.burschenschaft.at/aktuell/

    Die reden sogar von „Umbruch“, und manche der dort verwendeten Sätze sind reinster Nazi-Jargon, als Beispiel:

    „Doch fassen wir zuerst einige von jenen Wahrheiten zusammen, welche unabdingbare Grundlage für eine aufrechte und ehrliche Politik sind, in der veröffentlichten Meinung jedoch so gut wie nie zur Sprache kommen:“

    1.Die Menschen sind nicht gleich, außer im Bezug auf ihre Würde.

    2.Die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Volk wird nicht durch die Verleihung der Staatsbürgerschaft erworben oder verloren.

    3.Es stellt keine „Diskriminierung“ dar, wenn Ungleiches ungleich behandelt wird.

    UND, GANZ ARG:

    4.Es ist in den meisten Bereichen (z.B. Intelligenz, Medizin, Sport, etc.) von Relevanz, von welcher biologischen Abstammung ein Mensch ist.

    usw.

    UND DIE VERANSTALTEN AB HEUTE EINEN FESTKOMMERS UNTER POLIZEISCHUTZ!

    UND STRACHE HÄLT EINE REDE!

    Und Martin Graf ist 3.Nationalratspräsident!

    Übrigens: habe heute fast die ganze Webseite durchgelesen, diese geht fast über vor Deutschtümelei und reinstem Neonazi-Jargon!

    Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

    • Klaus Karlbauer schreibt:

      Vielen Dank für Ihren Hinweis. Ich habe den Text gelesen und es fällt mir immer noch schwer, es nicht als raffinierten Schmäh eines Kabarettisten zu sehen. Ich muss mich daran gewöhnen, und da sträubt sich alles in mir dagegen, dass Leute wieder so denken und nicht nur denken sondern diese Denkscheisse auch öffentlich äußern mit einer Selbstverständlichkeit ohnegleichen, Dank ihres Wegbereiters, Martin Graf III

  3. Pingback: GENUG ist GENUG! – Für eine menschenwürdige Asylpolitik « Karlbauerblog

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